Mein Hund & Ich: Wir haben Ziele!

11. Februar 2020
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Freundschaft zwischen Frauchen und Hund

Gemeinsam tierisch aktiv!

„Seitdem er kastriert ist, will er nur noch schlafen.“ oder „Ist ein Labrador, die werden ja alle dick.“, so lauten die Erklärungen und Entschuldigungen, warum der ehemals so schmucke Paul seine Tage auf dem Sofa verdöst und Elfriede nach dem dritten Bällchen holen ermattet auf dem Rasen zusammen sinkt…

Es ist so schade, dass der Elan der Leute, mit dem Hund Spannendes und Lustiges zu erleben, gerade in dem Moment erlischt, wenn dieser die Untiefen der Pubertät hinter sich gelassen hat und sich voller Begeisterung auf die Einfälle seines Menschen einlassen würde. Würde, denn die Angebote kommen nicht mehr, es ist, als ob der Hund jetzt zum Mobiliar gehört. Man hat sich an ihn gewöhnt, er stört auch nicht, aber Action sucht man im Fitness-Studio und vor dem PC.

Um mal Klartext zu reden: Fette Hunde entstehen durch falsche Ernährung und mangelnde Bewegung. Natürlich hat ein kastrierter Hund ein anderes Energiebudget, als ein im Saft stehender Sexprotz, aber dafür gibt es angepasste Futter und Trainingsprogramme. Und so wie Sie sich vielleicht ein bisschen selbst in den Allerwertesten treten müssen, um die Speckröllchen aus Printen und Pralinen abzutrainieren, wird Carlotta die ersten Male sicher ebenfalls seufzen und die Augen verdrehen, wenn Sie sie aus ihrem Kuschelkörbchen zerren. Macht nichts, gehen oder fahren Sie an attraktive, neue Orte, vermeiden Sie die allbekannte Pipirunde und auf einmal ist da wieder dieses Leuchten in den Augen ihres Kameraden, dass Sie lange nicht mehr gesehen haben.

Wo sind die Ziele für mich und meinen Hund in diesem Jahr?

Geben Sie doch zu, wenn Sie sich erst überwunden haben und mit Gummistiefeln und Schal bewaffnet zwei Stunden durch den feuchtkalten Wald gestapft sind, haben Sie den Kopf wieder frei, der Rücken tut nicht mehr weh und alle Sorgen sind mit dem neu gewonnenen Abstand deutlich kleiner geworden. Schön wär`s, sagen Sie, aber so richtig Spaß macht das Spazieren gehen eben nicht, Leo zieht immer noch an der Leine wie ein Berserker, Cindy pöbelt trotz Hundeschule jeden anderen Hund an und Max interessiert sich nur für andere Hunde.

Überlegen Sie sich den Ablauf Ihres Spazierganges bevor Sie losgehen!

Gerade der Beginn, der Aufbruch, gibt die Stimmung vor, mit der der gesamte Spaziergang gefärbt sein wird. Ein klassischer ungesunder Aufbruch beginnt in Hektik, denn „eigentlich habe ich bei dem Wetter gar keine Lust, aber der Hund muss ja raus, na gut, einmal schnell um den Block.“ Der Hund ist voller Aufregung, rennt umher, lässt sich nicht anleinen, wird das erste Mal angemeckert, fängt jetzt selbst an zu kläffen, wird wieder angemeckert. Fast fliegen Sie aus der Tür, weil Balu Sie resolut an seine erste Markierstelle zerrt und in der Folge schnauft er sich, an Ihnen komplett desinteressiert, durch sein kleines Revier, das Sie wieder und wieder tagtäglich umkreisen. Währenddessen checken Sie Ihre Whats Apps, überlegen die Einkaufsliste und zu welchen Kursen die Sprösslinge heute Nachmittag chauffiert werden müssen.

Das kann keinen Spaß machen, weder Ihnen, noch Ihrem Hund!
Beginnen Sie die Runde in aller Ruhe – und warten Sie bis Xeena auch zur Ruhe kommt. Atmen Sie ein und aus, denken Sie an nichts, reden Sie nicht und schauen Sie Ihren Hund nicht an. Schneller als erwartet steht der Vierbeiner ruhig neben Ihnen, die Aufregung zerrinnt, wenn sie keinen Gegenpart findet. Leinen Sie Ihren Hund an und warten wieder, am besten bis er sich von sich aus ohne Kommando oder Signal hinsetzt und öffnen dann ruhig und langsam die Haustür – der Tag kann kommen!

Lassen Sie das Handy zuhause oder stellen Sie es auf leise – während Sie telefonieren oder SMSen, bekommen Sie rein gar nichts vom Weg oder Ihrem Hund mit. Sie sind nur gleichzeitig, aber nicht gemeinsam unterwegs, Ihr Hund schreibt Sie entnervt und frustriert ab.
Leinenführigkeit und Hundebegegnungen kann man trainieren, aber Einstellung und Stimmung liegen ganz bei Ihnen, durchschauen Sie sich und machen Sie sich auf den Weg – Ihr Hund macht bestimmt sofort mit!

Viele gemeinsame Aktivitäten, wobei der Schwerpunkt auf GEMEINSAM und AKTIVITÄT liegen soll, das wäre ein guter Vorsatz für Ihren Hund und Sie. Legen Sie los!

// Daniela Terboven Hundeschule
Knüll 19 | 24256 Fargau | Tel. 0 43 03-92 96 80
www.hundesport-und-tanz.de

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