Mit Gehirnjogging die grauen Zellen trainieren

23. April 2021
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Was umgangssprachlich als Gehirnjogging bekannt ist, bezeichnen Mediziner als mentales Aktivierungstraining, kurz MAT. Es handelt sich hierbei um verschiedene Aufgaben zum Gedächtnistraining. (Foto: adobe stock)

Gehirnjogging - Was ist das und wie macht man es?

Mit dem Gehirn ist es wie mit der Muskulatur: Wird es nicht benutzt, büßt es an Leistungskraft ein. Gehirnjogging ist eine unkomplizierte und kurzweilige Möglichkeit, das Gehirn zu trainieren. Zwar lässt sich der Abbau der kognitiven Fähigkeiten im Alter nicht gänzlich stoppen – wer sein Gehirn regelmäßig mit abwechslungsreichen Übungen und Spielen fordert, kann diesen Abbau jedoch wirkungsvoll verlangsamen.

Gehirnjogging – was ist das eigentlich?

Was umgangssprachlich als Gehirnjogging bekannt ist, bezeichnen Mediziner als mentales Aktivierungstraining, kurz MAT. Es handelt sich hierbei um verschiedene Aufgaben zum Gedächtnistraining wie zum Beispiel:
– Zahlenrätsel (beispielsweise Sudokus)
– Buchstabenrätsel
– Bilderrätsel
– Logikrätsel
– Memory
– Wortsuchen

 Darüber hinaus können auch alltägliche Tätigkeiten so variiert werden, dass sie das Gedächtnis trainieren. Wer seine Zeitung beispielsweise hin und wieder auf den Kopf dreht und Texte verkehrt herum liest, trägt ebenso zum Erhalt seiner Gedächtnisfunktion bei wie Rechtshänder, die sich ihre Zähne mit links putzen. Auch auf einen Einkaufszettel sollte verzichtet werden, denn das Auswendiglernen und Abrufen der benötigten Lebensmittel hat ebenfalls einen Trainingseffekt auf das Gehirn. Die genannten Varianten des Gehirnjoggings empfehlen sich dabei nicht nur für Senioren, sondern für alle Altersklassen, denn grundsätzlich gilt: je früher, desto besser!

Welche Erfolge lassen sich mit Gehirnjogging erzielen?

Studien zeigen, dass regelmäßiges Gehirnjogging die Konzentrationsfähigkeit, das Gedächtnis und die allgemeine Aufmerksamkeit nachhaltig verbessern kann. Wer bestmögliche Erfolge erzielen möchte, trainiert seine grauen Zellen im Idealfall täglich für ein paar Minuten, denn das ist wesentlich effektiver als nur gelegentlich für längere Zeiträume zu üben. Des Weiteren sollte das Gehirnjogging möglichst abwechslungsreich gestaltet werden. Verschiedene Aufgaben trainieren verschiedene Gehirnbereiche, weshalb Zahlenrätsel mit Bilder-, Wort- und Logikrätseln kombiniert werden sollten.

Die Übungen sollten zudem nicht zu leicht sein, damit das Gehirn auch tatsächlich aus seiner Komfortzone gelockt wird. Wer diese Tipps beherzigt, kann mit regelmäßigem Gehirnjogging seine Lern- und Aufnahmefähigkeit verbessern, das Urteilsvermögen optimieren und sogar Demenz vorbeugen. Gehirnjogging allein ist jedoch nur ein Baustein bei der Aufrechterhaltung der kognitiven Fähigkeiten. Darüber hinaus spielen ausreichend Schlaf, viel Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung eine große Rolle.

Nahrung für unser Gehirn: Dextrose

Damit das Gehirn den alltäglichen Herausforderungen gewachsen ist, benötigt es jede Menge Nahrung. In puncto Stoffwechsel ist das Gehirn sogar das aktivste Organ im menschlichen Körper, sodass es kontinuierlich Nachschub in Form von Dextrose benötigt. Dextrose, auch als Glucose oder ganz einfach als Traubenzucker bekannt, ist ein Kohlenhydrat, welches dank seines einfachen Aufbaus besonders schnell vom Körper aufgenommen wird. Andere Zuckerarten bestehen aus komplexen Strukturen und müssen im Darm zunächst aufgespalten werden, bevor sie ins Blut und letztlich ins Gehirn gelangen. Nicht so Dextrose: Sie geht sofort ins Blut über und dient daher als schneller Energielieferant.

In welchen Lebensmitteln ist Dextrose enthalten?

Dextrose ist in zahlreichen Lebensmitteln enthalten, zum Beispiel in Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln, Teigwaren, Honig, Fruchtsäften und Haushaltszucker. In der Regel ist der Traubenzucker hier jedoch in langkettigen Kohlenhydraten verpackt, zum Beispiel bei Kartoffeln in Form von Stärke. Erst dann, wenn die Stärke aufgespalten wurde, ist der Traubenzucker aus der Kartoffel für den Organismus nutzbar, während pure Dextrose sofort aufgenommen wird.

Dextrose, die der Körper aktuell nicht benötigt, speichert er in Form von Glykogen in der Leber. Der Platz hier reicht für maximal 300 bis 400 Gramm Glykogen, bei Ausdauersportlern für bis zu 600 Gramm. Ohne Nahrungszufuhr ist dieser Speicher innerhalb von zwölf bis 18 Stunden leer – in Stresssituationen wesentlich schneller. Wer sein Gehirn optimal mit Energie versorgen möchte, achtet also am besten auf eine ausgewogene Ernährung und greift im Bedarfsfall zusätzlich auf reine Dextrose zurück. Auch vor dem Gehirnjogging trägt Dextrose dazu bei, dass das Gehirn die ihm gestellten Aufgaben ohne Ermüdungserscheinungen meistert.

Fazit: Gehirnjogging und Dextrose – die perfekte Kombination

Die positiven Effekte von Gehirnjogging konnten bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Wer zusätzlich zum Training darauf achtet, sein Gehirn mit ausreichend Nahrung in Form von Dextrose zu versorgen, schafft optimale Voraussetzungen dafür, dass das Gehirn auch mit zunehmendem Alter seine Leistungsfähigkeit beibehält.

 

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