Schauen und Genießen: Kalender-Fotografien von Tom Körber
Tom Körber fotografiert besondere Augenblicke
GUCKEN & GENIESSEN Wenn sich das Jahr dem Ende neigt heißt das: Die neueste therealkiel-Ausgabe ist da. 2022 sind es nunmehr zehn Jahre, seit 2012 der erste Kalender des Fotografen Tom Körber auf den Markt kam. Wer jetzt denkt, die Zeit rast, hat recht. Auf der Rückseite sind noch einmal alle Titelblätter seit der ersten Ausgabe, seit 2012, aufgeführt. Neu ist in diesem Jahr auch ein Kalender für Eckernförde.
Ebenso vollführen die Kalender den Übergang von der analogen Fotografie zur digitalen Fotografie. Waren bis 2016 die Aufnahmen komplett analog auf Fujifilm (Velvia und Provia), tauchten 2017 erste digitale Aufnahmen auf. 2018 dann, wurde die letzte analog aufgenommene Aufnahme im September gedruckt. Seitdem entstehen alle Aufnahmen digital. Um die begonnene Qualität des analogen Großformats der Firma Fuji (GX 617) zu halten, gab es kaum eine andere Möglichkeit als der Umstieg auf’s digitale Mittelformat, in diesem Fall auf Kameras und Objektive der Firma Hasselblad.
Plätze verändern sich und die Blickwinkel auch
„Oft genug komme ich immer wieder an dieselben Plätze, um zu sehen wie sie sich verändert haben und, noch entscheidender, wie ich mich verändert habe,“ sagt Fotograf Tom Körber. „Jedes Mal komme ich mit neuen Blickwinkeln in einem anderen Licht bei unterschiedlichen Wetterbedingungen zurück.“ Dabei dauert es oft genug Stunden bis aus „nicht schlecht“ etwas Besonderes wird, bis aus „Ganz hübsch“ etwas wirklich Schönes und wird. „Mein eigener Anspruch lässt mich öfter scheitern als falsche Wetterberichte.“ Allein schon die Bildauswahl ist ein langwieriger Prozess. Kaum eine Aufnahme ist gut genug. Obwohl sie es ist. Natürlich. Aber nur wenn sie saisonal als auch geographisch zu den anderen elf Aufnahmen passt. Wenn nicht, wird wieder umgestellt. Schließlich soll alles so stimmig wie möglich sein, jedes Motiv muss circa vier Wochen an der Wand „überleben“, ohne allzu sehr zu langweilen. Ob Schneesturm am Bülker Leuchtturm, ein doppelter Regenbogen in Strande, Hagelschauer im Frühjahr in Heikendorf oder ländliche Idylle in Hammer – alle Aufnahmen spiegeln das vergangene Jahr in dem jeweiligen Monat wider.
Seit einigen Jahren ist der Kalender bereits vor Weihnachten ausverkauft. Würde Tom Körber den wirtschaftlichen Regeln folgen zöge das zum Beispiel eine Preiserhöhung nach sich. Die wird nur dann vollzogen, wenn es produktionsbedingt nicht anders machbar ist. So lag der Preis zu Beginn bei 19,90 Euro, seit 2015 bei 22,90 Euro. Nachwievor ein fairer Preis für einen Kalender dieser Größe und Qualität. Vor allem weil er seit Anbeginn bei Schmidt & Klaunig produziert wird. 100% Made in Kiel ist mehr als nur Marketing. Kurze Transportwege beim Fotografieren in der Kieler Förde, beim Drucken in Kiel und beim Binden in der Werkstatt für behinderte Menschen „Brücke SH“. Ein rundum lokales Produkt. Hier wird nicht nur von Netzwerken geredet, hier wird es praktiziert.
Erhältlich ist der Kalender im Buchhandel, bei Wittstock, im Citti Park, bei Famila, im KN-Shop und im Welcome Center sowie auf www.tomkoerber.de. Der Preis liegt bei 22,90€. Die Größe bei 60x30cm.
Neu im Programm ist seit diesem Herbst der Kalender „eckernförde2002“. Ähnlich wie in Kiel die Kieler Förde wird die komplette Eckernförder Bucht im Kalender präsentiert. Größe, Qualität und Preis sind identisch.
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