Hast du mal 10 Minuten Zeit für dich?
Achtsamkeitstraining im Alltag: Finde DEINEN Weg!
Yoga ist immer noch „in“ und alle reden von Meditation und Achtsamkeit. Es gibt in diversen Ratgebern und der unendlichen Weite des Internets eine Menge Anleitungen und teilweise sehr dogmatische Methoden, die zur Erleuchtung führen sollen. Doch meiner Ansicht und Erfahrung nach, sind unsere Bedürfnisse und auch Möglichkeiten sehr unterschiedlich. Klar ist, dass es eine Art von Routine braucht, damit wir das Date mit uns selbst auch einhalten. Ebenso wichtig ist die Erkenntnis, dass sich Zeit für sich zu nehmen, nichts sein sollte, wofür man sich entschuldigen oder rechtfertigen muss. Weder vor anderen – noch vor sich selbst.
Die beliebteste Ausrede mal gleich zu Beginn ad absurdum geführt: „Ich habe dafür keine Zeit“, ist eher gleichbedeutend mit „Ich habe dazu keine Lust.“ Denn die Wahrheit ist, wir haben für alles Zeit. Wir haben ja auch jede Menge Zeit um im Internet zu bleiern, wie es mein Schwiegervater nennt. Es ist immer eine Frage von Prioritäten. Wenn Du das nicht glaubst, schau doch einfach mal in deinem Handy nach wie viel Zeit du täglich in deinen APPs verbringst und dann reden wir weiter.
10 Minuten sind immer drin
Es ist wirklich wahr, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Sobald sich im Alltag eine Selbstverständlichkeit für die eigene ME-Time eingestellt hat, ähnlich wie für das Zähneputzen am Morgen, wird es so viel leichter. Logisch, dass der zeitliche Rahmen unterschiedlich ausfallen kann. Mal kann ich einfach nur 10 Minuten unterbringen, mal habe ich alle Zeit der Welt.
Doch gerade an den vollen Tagen, sind es eben genau jene 10 Minuten, die zählen. Jede kleinste Einzahlung auf das Me-Time Konto bildet in der Summe ein Vermögen. Wenn ich mir selbst diese ganz kurze Zeit intensiv widme und mich ganz auf mich konzentriere und einlasse, werde ich den Effekt spüren. Es wird mir den ganzen Tag über besser gehen, als wenn ich das nicht tue. Denn gerade wenn ich meine Me-Time in den Morgen lege weiß ich, dass ich zumindest etwas heute schon nur für mich getan habe.
Unsere Zeit ist zu einem wichtigen Gut, fast einer Währung, geworden und deshalb können wir Me-Time als ein Geschenk an uns selbst betrachten und entsprechend wertschätzen.
Finde DEIN Ding
Es gibt so viele unterschiedliche Wege zu ein wenig Ruhe und Frieden zu finden und alle sind okay. Ich glaube viele Menschen üben bereits Achtsamkeitstraining, ohne dass sie es so bezeichnen würden. Der Spaziergang mit dem Hund, die Arbeit im Garten oder Hobbys wie Wandern oder Angeln können genau diesen positiven Einfluss auf uns haben. Wenn du bei deiner Sache ganz im Moment und völlig versunken bist, wenn sich dein Herzschlag beruhigt und du die Zeit vergessen kannst, schöpfst du neue Kraft. Wenn du dich hinterher einfach gut und ausgeglichen fühlst, hast du dein Ding gefunden.
Meiner Meinung nach kommt es dabei darauf an, dass die Aufmerksamkeit bei einem selbst bleibt. Schaffst du es in deiner Me-Time bei dir zu bleiben und dich selbst wahr zu nehmen, zu beobachten: Wie fühlst du dich? Was geht dir durch den Kopf?
Me-Time für ALLE
Ich finde es übrigens genauso wichtig, nahestehende Angehörige ebenfalls von einer eigenen Me-Time zu überzeugen. Einfach mal kurz für sich sein und abdampfen, durchatmen und sammeln, um dann wieder offen und frisch für das Gemeinsame zu sein. Das tut mir gut und den Menschen, die mir am Herzen liegen auch. Es steckt viel Wahrheit in dem Spruch: „Wenn jeder – zumindest für einen Moment – an sich denkt, ist an jeden gedacht.“
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